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Widerrufsrecht beim Maklervertrag

Seit dem 13. Juni 2014 gilt das Widerrufsrecht auch für Maklerverträge. Grundlage dafür ist die Umsetzung der EU-Verbraucherrechterichtlinie (VRRL).
Was ist neu am Widerrufsrecht für Maklerverträge?
Das Gesetz bezieht sich in erster Linie auf sogenannte Fernabsatzverträge. Das sind Verträge, die durch Briefwechsel, E-Mails oder Telefonate angebahnt werden. Eine Kontaktaufnahme zum Makler findet oft über genau diese Wege statt. Aus diesem Grund sind auch Maklerverträge von dem Widerrufsrecht betroffen.
Wann genau kommt ein Maklervertrag zustande?
Ein Maklerkunde meldet sich telefonisch oder per Email auf das Online-Exposé in einem Internetportal für ein Miet- oder Kaufobjekt bei dem Makler. Er nimmt damit ein konkretes Angebot zur Immobilienvermittlung in Anspruch und es kommt somit ein Maklervertrag zustande.
Was kostet ein Maklervertrag?
Der Maklervertrag an sich ist kostenfrei, da Makler auf Erfolgsbasis arbeiten. Erst wenn es zum Abschluss eines Miet- oder Kaufvertrages kommt, wird eine Courtage bzw. Provision fällig. So regelt es schon lange das Bürgerliche Gesetzbuch (§§ 652 ff. BGB).
Wozu braucht man ein Widerrufsrecht?
Verträge müssen nicht immer schriftlich geschlossen werden. Sie kommen oft durch gegenseitiges Einvernehmen zustande. Vielen Maklerkunden war und ist dies bisher nicht klar. Genau deshalb ist jeder Maklerkunde (Verbraucher) darüber zu belehren, dass ein Maklervertrag zustande gekommen ist und ihm ein Widerrufsrecht mit 14-tägiger Widerrufsfrist zusteht.
Win-Win-Situation
Durch die Belehrung des Maklerkunden über sein Widerrufsrecht wird er umfassend aufgeklärt und davor bewahrt, übereilte Entschlüsse zu treffen. Er weiß nun genau, dass ein Maklervertrag zustande gekommen ist, ihm ein Widerrufsrecht zusteht und erst bei Abschluss eines Miet- oder Kaufvertrages eine Provision an den Makler zu zahlen ist. Der Makler wiederum darf sich sicher sein, dass es sich um einen seriösen Kunden handelt.
Müssen beide Parteien die 14-tägige Widerrufsfrist abwarten?
Der Makler darf nicht in die Rechte seines Kunden eingreifen. Damit der Maklerkunde schon vor Ablauf der 14tägigen Widerrufsfrist weitergehende Informationen zum Objekt, Besichtigungstermine, Beratung, Verträge.. usw. erhalten kann, muss er selbst tätig werden. Dazu muss der Maklerkunde dem Makler schriftlich (in Form unserer Widerrufsbelehrung per Brief, Email, Fax) bestätigen, dass er damit einverstanden ist, dass der Makler schon vor Ablauf der 14-tägigen Widerrufsfrist mit seiner Vermittlungstätigkeit beginnen darf. Auch jetzt fällt eine Provision selbstverständlich erst dann an, wenn das Objekt tatsächlich gekauft bzw. gemietet wird, also wenn ein Kauf- oder Mietvertrag abgeschlossen wird.

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